Es war einmal ein Abend. Ein Abend so voller Freiheit, so voller Entspannung und Lebensfreude zugleich. Ein Abend so voller Möglichkeiten und guter Laune. Der Feierabend.

Jeder will ihn, jeder vermisst ihn, wenn er nicht da ist und jeder zelebriert ihn auf seine ganz eigene Art und Weise und das jeden Tag aufs Neue.

Aber woher kommt eigentlich der so besondere, deutsche Ausdruck "Feierabend"? Wie kann dieser besondere Zeitpunkt von jedem geliebt und gelebt, dessen Herkunft aber so unbekannt sein?

Die römische Geburt des Feierabends...

via GIPHY


Bereits im Römischen Reich gab es Menschen, die das Ende der Arbeit und damit den Beginn des Abends “ausriefen”, die sogenannten Calatoren. Wenn beispielsweise ein religiöses Opfer bevorstand, wurde den im Freien Arbeitenden  die Zeit dieses ausgerufenen Abend für ihre religiöse Darbietung “gewährt”.

via GIPHY

Bevor es in allen Häusern Uhren gab, begann dieser besondere Abend mit dem in katholischen Gegenden zum noch heute verbreiteten Angelusläuten, und zwar, we hätte es gedacht - um 18 Uhr!


Da dieser Abend so einmalig war, entschied man ihm einen Namen zu geben. Aus dem lateinischen Wort fēria für einen Wochentag bzw. kirchlichen Feiertag entwickelte sich zunächst das althochdeutsche Wort fîra mit der Bedeutung „Fest“ oder „Ruhe“. Diese Bezeichnung war gut, aber noch nicht ganz perfekt für den Abend, der mittlerweile ein weltweites Phänomen geworden war. 

Feierabend wurde zum Lebensgefühl

via GIPHY

Aber wie beschrieb man diesen Abend? Wie sollte man das Gefühl beschreiben, dass dieser Abend immer wieder mit sich brachte? Das Gefühl, dass über den einfachen Abend hinaus geht?
Es musste etwas besonderes sein. Ein Name, der so prägnant ist, dass er auf der ganzen Welt funktioniert. Das er auch zu Tageszeiten funktioniert, an denen noch gar kein Abend ist. Oder auch zu Nachtzeiten, an denen der Tag näher ist als der Abend.

 

Feierabend - in Deutschland benannt, auf der ganzen Welt bekannt

via GIPHY


Nach vielen weiteren  Jahrzehnten setzte sich endlich ein Name durch, der passte. Er war geboren - der Feierabend. Ob man ihn faul auf der Couch verbringt, aktiv beim Sport oder kommunikativ mit Freuden und einem köstlichen Erfrischungsgetränk in der Hand. Wer auch immer heute den Feierabend “ausruft”, verbreitet sofort gute Laune.